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Kurz darauf übernahm Bodo Hell, der Literat als Weinbergführer und inzwischen Ingeborg Bachmann-Ausgezeichneter, die Tour und zog mit Maultrommel und Sax-Begleitung an der Spitze der Gesellschaft los Richtung Käferberg. An der Wegkreuzung zum Weinwanderweg machte er Halt und gab aus seinen Texten trefflich einige Passagen über das Blitz- und Donnerwetter zum besten.
Kurz vor dem Ziel übernahm der Wettergott sehr eigenwillig die Regie und ließ dramatische Regengüsse niederprasseln, ließ es ebenso kräftig donnern und blitzen und zwang alle Beteiligten raschest unter alle Arten von Schirmen zu schlüpfen. Da hilft nur eins: eine schmackhafte Jause und ein Glas GrüVe! Und dann erschien ein Regenbogen und nach und nach kamen alle wie aus der Arche Noah hervor ...
Kein Wunder, denn viele folgten auch neugierig den Klängen von Martin Pokorny, der als Vortänzer schon auf dem Tanzboden startklar machte. Barfuß oder beschuht, nun ging es rund!
So sehr die Tanzfreudigen nun endlich ihren Spaß hatten, so sehr delektierten sich die anderen am genüsslichen Zuschauen. Für Labung zwischendurch war für alle sowieso gesorgt.
Schließlich kündete Norbert Hauer, der Conferencier des Abends, einen weiteren Höhepunkt an: die Tombola, bei der 15 Flaschen Jurtschitsch-Wein verlost wurden. Die Spannung stieg, die gute Laune ebenso und ehe sich die Sonne an diesem fast längsten Tag des Jahres zu verabschieden begann, erstrahlten die Gesichter der GewinnerInnen in ihrem Glück.
Das Lagerfeuer und die Klänge von Musik und Gesang erloschen erst gegen Mitternacht.
Für Aurelia Llois-Jurtschitsch hatte sich ein Traum erfüllt mit Freunden und Gästen aus nah und fern die Freude des Tanzes unter freiem Himmel, direkt neben den Weinstöcken zu erleben. Dieses Tanz-Kunst-Fest konnte in dieser Form nur geplant werden, weil es im Rahmen des Waldviertel-Festivals 2006 "ruhe.los" stattfand. Dass es tatsächlich in vollem Umfang „über die Bühne ging“ war nur durch die großzügige Unterstützung der Familie Jurtschitsch u. a. durch reichliche Bewirtung möglich. Insbesonderer Dank geht an Edwin Jurtschitsch, der den (temporären) Tanzboden aufbauen ließ. |