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Lesezwischenbericht vom 17. Oktober





Wir haben heuer wieder eine ganz spannende Vegetationsperiode erlebt, das Frühjahr hat zwar mit einem normalen Blütezeitpunkt begonnen, dann hatte sich allerdings heißes und trockenes Wetter angekündigt, doch im Juli und August gab es überdurchschnittlich hohe Niederschläge und eine relativ kühle Witterung. Seit September herrscht nun schon strahlendes Kaiserwetter.

Die Lese beginnt wie jedes Jahr mit der frühreifen Sorte Rivaner. Diesen haben wir heuer in den letzten Septembertagen geerntet - somit ein zeitlich hervorragender Lesebeginn. Der Rivaner zeigt uns immer Grundsätzliches vom neuen Jahrgang; er präsentiert sich heuer besonders aromatisch-duftig mit sehr feinem und harmonischem Säurespiel.

Wir gehen davon aus, dass der Jahrgang 2005 - vor allem bei Grüner Veltliner und Riesling - qualitativ über den letzen Jahrgängen steht, da er offensichtlich eine höhere Reife als 2004 bringt und auch mehr Frische und Frucht als 2003.

Zusätzlich haben wir heuer ein neues Traubensortierband installiert, hier wird vor der Pressung jede Traube händisch nachsortiert. Somit können wir sicherstellen, dass nur vollkommen gesunde und gleichmäßig reife Trauben in die Presse gelangen.

Die fruchtigen Trauben für den frischen und leichteren GrüVe haben wir schon zum Großteil im Keller. Ende dieser Woche wollen wir dann mit den Kabinettweinen der Lagen vom Loiserberg, Dechant, Fahnberg und Ladner beginnen, auch die Trauben für den Rotspon Classik in der Riede Spiegel sind für diese Woche geplant, für die Reserve bleiben sie sicherlich noch bis Anfang November am Stock.

Die Rieslinge vom Heiligenstein möchten wir planmäßig Ende Oktober lesen, da sie nach 2 Selektionsdurchgängen - entfernen der fäulnisinfizierten Trauben - ganz gesund am Stock hängen und vor allem jetzt von den großen Schwankungen zwischen den Tages- und Nachttemperaturen eine besondere Aromatik bekommen.

Wie es zur Zeit aussieht - vorausgesetzt die Witterung hält - ernten wir die Reserveweine Anfang bis Mitte November, und es kündigt sich auch schon eine großartige TBA beim Riesling am Loiserberg an, hier haben wir, umgekehrt wie üblich, nur die gesunden Trauben entfernt, die botrytisinfizierten Trauben bleiben hängen und sollen zu einer superkonzentrierten Essenz einschrumpfen...