»... internationales Format mit österreichischer Identität.«
(Kutscher's Kostnotizen 5/99)


weissweine | rot-& roséweine | prädikatsweine | ab-hof verkauf  



Bild-Download
Riesling Zöbinger Heiligenstein TBA 2003

Weinbeschreibung

Die Trockenbeerenauslese besticht durch ihr besonderes Duftspiel aus konzentrierter Botrytis, die in jeder Phase mit Frucht verwoben ist. Am Gaumen zeigt dieser Wein jede Menge Finesse und Vielschichtigkeit - ein Wein in seiner höchsten Konzentration mit ausgeprägtem Terroir vom Heiligenstein!

Alkohol: 10,5% Vol., Sre: 5,7‰, RZ: 241,0 g/l

Die Lage Zöbinger Heiligenstein

Der Heiligenstein ist eine der allerersten Riesling-Lagen im Anbaugebiet mit einer ganz seltenen geologischen Formation: es handelt sich um rötlichen, verwitterten Wüstensandstein aus der Perm-Zeit (270 Millionen Jahre alt) mit Konglomeraten aus Vulkanbestandteilen. Selbst der Name "Heiligenstein" hat eine lange Entwicklungsgeschichte. Aus dem vom Mittelalter her kommenden Namen "Hellenstein", der sich auf die höllisch-heisse Sonne auf dem Südhang bezog, entstand durch Mundartverschiebung der heutige Begriff Heiligenstein.

Auf den mit Tröpfchen bewässerten Terrassen gedeiht der Riesling in seiner besonders fein-würzigen Ausprägung: Einerseits müssen sich die Wurzeln täglich millimeterweise durch das harte Muttergestein ihren Weg in die Tiefe bahnen, womit sie die lagenspezifischen Mineralstoffe direkt in die Traube fördern und der Wein sehr terroir-bestimmt ist.

Andererseits ergibt sich durch die muschelförmige nach Süden geöffnete Kessellage ein besonderes Mikroklima: Tagsüber erwärmen sich die in Terrassen angelegten Weinstöcke durch die intensive Sonneneinstrahlung und nachts kühlen sie durch die Winde aus dem höher gelegenen Waldviertel ab. Durch dieses temperaturbedingte Wechselspiel wird die Ausbildung der feinen sortentypischen Fruchtaromen in der Rieslingtraube besonders gefördert.

Das Werden des Weines:

Die überreifen, botrytisüberzogenen und geschrumpften Trauben werden Anfang November per Hand sehr selektiv gelesen, vorsichtig in kleinen Kisten zum Presshaus gebracht. Hier werden die Trauben gestampft und einen Tag lang gemaischt, daran anschließend wird mit geringem Druck sehr sorgsam gepresst. Der Wein wird dann in Edelstahlbehälter langsam vergoren, wobei sich die Gärung wegen der hohen Zuckergradation natürlicherweise über Wochen hinzieht. Im Anschluss erfolgt bei konstanten 11 °C im 700 Jahre alten Naturkeller die optimale, mehr als einjährige Reifung im Barrique-Fass.

Reifepotential: 2015

Speisenempfehlung: Ein perfekter Begleiter zu allen Pasteten und Desserts


[<] [kostnotiz] [bewertung] [>]