»... internationales Format mit österreichischer Identität.«
(Kutscher's Kostnotizen 5/99)


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Riesling Zöbinger Heiligenstein Reserve 2005

Weinbeschreibung
Im Spätherbst wurden nur die allerbesten Rieslingbeeren vom Heiligenstein in Auslesequalität per Hand sehr selektiv gelesen. Der kräftige Riesling reifte gemäß seiner Reservequalität viele Monate im idealtemperierten 700 Jahre alten Naturkeller bei konstanten 11° Celsius.

Alkohol:14,5% Vol., Sre: 7,3‰, RZ: 5,9 g/l

Die Lage Zöbinger Heiligenstein
Der Heiligenstein ist eine der allerersten Riesling–Lagen im Anbaugebiet mit einer ganz seltenen geologischen Formation: Es handelt sich um rötlichen, verwitterten Wüstensandstein aus der Perm-Zeit (270 Millionen Jahre alt) mit Konglomeraten aus Vulkanbestandteilen. Selbst der Name „Heiligenstein“ hat eine lange Entwicklungsgeschichte. Aus dem vom Mittelalter her kommenden Namen „Hellenstein“, der sich auf die höllisch-heisse Sonne auf dem Südhang bezog, entstand durch Mundartverschiebung der heutige Begriff Heiligenstein.

Die Weingärten des Heiligenstein liegen in einem geschlossenen Naturschutzgebiet. Zwischen den Rebflächen finden sich streng naturgeschützte Trockenrasen-Flächen mit einer darauf gedeihenden Flora und Fauna, wie sie ansonsten nur in weit südlicheren, mediterranen Gegenden anzutreffen sind.

Auf den mit Tröpfchen bewässerten Terrassen gedeiht der Riesling in seiner besonders fein-würzigen Ausprägung:

Einerseits müssen sich die Wurzeln täglich millimeterweise durch das harte Muttergestein ihren Weg in die Tiefe bahnen, womit sie die lagenspezifischen Mineralstoffe direkt in die Traube fördern und der Wein sehr terroir-bestimmt ist.

Andererseits ergibt sich durch die muschelförmige nach Süden geöffnete Kessellage ein besonderes Mikroklima: Tagsüber erwärmen sich die in Terrassen angelegten Weinstöcke durch die intensive Sonneneinstrahlung und nachts kühlen sie durch die Winde aus dem höher gelegenen Waldviertel ab. Durch dieses temperaturbedingte Wechselspiel wird die Ausbildung der feinen sortentypischen Fruchtaromen in der Rieslingtraube besonders gefördert.


Das Werden des Weines:
Die sehr reifen Trauben wurden Ende Oktober mit 22° KMW per Hand fast ohne Botrytis, sehr selektiv gelesen, vorsichtig in kleinen Kistchen zum Presshaus gebracht, sodass die Beeren unverletzt bleiben und dort mit geringstem Druck gepresst. Anschließend wurde der gut geklärte Wein in Edelstahlbehälter langsam vergoren. Nach erfolgter Reifung im 700 Jahre alten Naturkeller bei optimaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit wurde der Wein im Frühsommer auf die Flasche gezogen.


Reifepotenzial: 2015


Trinkempfehlung: Meditationswein

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